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Myofascial Release

Als Faszien im engeren Sinne werden die bindegewebigen Schichten bezeichnet, welche die Muskeln umhüllen und durchdringen. Im weiteren Sinne bilden die Faszien ein unseren ganzen Körper durchziehendes Netzwerk, wobei sich das Verhältnis der Grundzusammensetzung dieses Gewebes je nach Funktion verändert. Das Fasziengewebe strukturiert unsere Muskeln, Sehnen und Bänder, hält unsere inneren Organe an Ort und schützt sie, es umhüllt die Nerven, Gefässe und Lymphbahnen und dringt bis in unsere Knochen. Diese Struktur gibt unserem Körper Form und Halt und überträgt die Kraft der Muskeln.

Die tiefen Faszien sind ausserdem reich an Rezeptoren. Sie registrieren Schmerz, Temperatur und mechanische Reize. Über die Propriozeptoren können wir unsere Haltung und Bewegung im Raum registrieren. Die Faszien reagieren auf Reize und Belastungen indem sie über verschiedene Mechanismen ihre Beschaffenheit anpassen. So können sie sich langfristig kontrahieren, fester oder elastischer werden.
Wenn sich das Gewebe allerdings so verändert, dass es seine eigentliche Funktion nicht mehr erfüllen kann, hat dies meist Schmerzen und Funktionseinschränkungen zur Folge. Aufgrund der komplexen und umfassenden Verflechtung aller faszialen Strukturen erstaunt es nicht, dass sich Restriktionen am Bewegungsapparat auch in organischen und vegetativen Beschwerden äussern können und umgekehrt. Auch der Ort eines schmerzhaften Geschehens ist häufig nur das Ende einer Kette von Anpassungen, die unser Körper „vorgenommen“ hat um ein Problem zu kompensieren.

Diese Ursachen aufzuspüren und die physiologische Funktion des Fasziengewebes wiederherzustellen und damit eine freie Bewegung und ein verbessertes Körpergefühl zu erreichen, ist das Ziel des Myofascial Release.


Mittels verschiedener direkter und indirekter Technik wird das Fasziensystem in der Tiefe beeinflusst. Restriktionen und Verhaftungen werden gelöst und festgefahrene Haltungs- und Bewegungsmuster aufgebrochen. Es wird dabei stets unter der individuellen Schmerzgrenze gearbeitet. Dadurch eignet sich diese Methode auch bei chronifizierten Schmerzen oder bei Zuständen, welche mit einer hohen Empfindlichkeit des Gewebes einhergehen, wie beispielsweise der Fibromyalgie.

 

Nachfolgend einige Beispiel-Indikationen für Myofascial Release:

  • Myofasziales Schmerzsyndrom / Fibromyalgie

  • Skoliosen

  • Lumbo-Ischialgien

  • Muskelverspannungen / „Stressverspannungen“

  • Posturale Dysbalancen

  • Thoracic Outlet Syndrom

  • Karpaltunnelsyndrom

  • Kiefergelenks-Dysfunktionen mit muskulären Dysbalancen

  • Narbenbehandlung